Zeiterfassung
Fahrzeiten und Rüstzeiten sichtbar machen, ohne die Baustelle zu verzerren
Auf einem Auftrag fallen nicht nur Stunden an der Wand oder an der Anlage an. Fahrzeug laden, Material holen und zwischen Kunden fahren beanspruchen ebenfalls Kapazität. Wenn diese Abschnitte unsichtbar bleiben, ist die nächste Einsatzplanung von Anfang an zu knapp.
Erfassung und Abrechnung auseinanderhalten
Die organisatorische Zuordnung einer Fahrt beantwortet weder ihre arbeitsrechtliche Vergütung noch ihre Berechnung gegenüber Kunden. Dafür gelten jeweils die konkreten Vereinbarungen und Vorgaben. Lege zunächst fest, welche Information das Büro braucht: Start, Ziel, Anlass und zugehöriger Auftrag. So bleibt der tatsächliche Ablauf nachvollziehbar, bevor über die spätere Behandlung entschieden wird.
Ein Beispiel für den Tagesablauf
Ein Team lädt morgens 30 Minuten, fährt 45 Minuten zu Müller und arbeitet dort vier Stunden. Danach folgt eine Fahrt zu Brandt. Eine einzige Buchung „Müller, sechs Stunden“ vermischt unterschiedliche Ursachen. Mit getrennten Abschnitten erkennt die Disposition, ob lange Anfahrt, fehlendes Material oder eigentliche Ausführung den Tag bestimmt haben. Diese Erkenntnis ist für den nächsten ähnlichen Einsatz wertvoller als eine pauschale Summe.
Nur so fein unterscheiden wie nötig
Beginne mit wenigen Kategorien wie Anfahrt, Vorbereitung und Ausführung. Ein komplizierter Katalog wird unterwegs leicht falsch bedient. Besprecht am Wochenabschluss wiederkehrende Materialfahrten: Fehlte etwas auf der Packliste oder änderte sich der Auftrag? Verbessere danach Lager und Vorbereitung. Die Erfassung soll vermeidbare Wege sichtbar machen, nicht nachträglich jede Minute mit einer neuen Bezeichnung versehen.
Checkliste für den Betrieb
- Tatsächliche Wege und Anlass zeitnah festhalten.
- Zuordnung, Vergütung und Kundenabrechnung getrennt klären.
- Wenige verständliche Tätigkeitsarten verwenden.
- Wiederholte Materialfahrten auf ihre Ursache untersuchen.