Zeiterfassung
Zeiterfassung ohne Internet: den Offline-Fall vor der Baustelle testen
Im Keller, im Rohbau oder am Waldrand ist Empfang keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem beginnt die Arbeit dort pünktlich. Eine brauchbare Offline-Lösung muss nicht nur einen Knopf anzeigen, sondern den Eintrag sicher bis zur nächsten Verbindung behalten und seinen Zustand verständlich zeigen.
Offline ist mehr als eine geladene Seite
Dass eine App ohne Netz noch geöffnet ist, beweist keine Offline-Erfassung. Entscheidend ist, ob ein neuer Eintrag gespeichert wird und nach erneutem Öffnen noch vorhanden ist. Kläre auch die Grenzen: Sind Projekte vorher zu laden? Funktionieren Fotos ebenso wie Zeiten? Kann ein Gerätewechsel noch nicht übertragene Daten verlieren? Diese Fragen gehören in den Test, nicht erst in den Supportfall.
Der Flugmodus-Test
Öffne morgens ein Testprojekt mit Verbindung. Aktiviere dann den Flugmodus, erfasse Beginn und Ende einer kurzen Tätigkeit und schließe die App. Öffne sie erneut und kontrolliere den Eintrag. Schalte das Netz wieder ein und prüfe im Büro, ob genau eine Buchung angekommen ist. Notiere zusätzlich, woran der Mitarbeitende erkennt, dass die Übertragung abgeschlossen ist.
Eine verständliche Rückfallregel
Bis offene Einträge übertragen sind, sollte niemand App-Daten löschen oder das Gerät zurücksetzen. Für einen tatsächlichen Defekt vereinbart ihr einen Ersatzweg mit Datum, Projekt und Zeiten. Das Büro ergänzt solche Einträge erkennbar und prüft zuerst, ob der ursprüngliche Datensatz doch angekommen ist. So wird aus einer Funklücke kein doppelter Stundenblock.
Checkliste für den Betrieb
- Offline mit dem tatsächlich eingesetzten Handy testen.
- App-Neustart und spätere Übertragung ausdrücklich mitprüfen.
- Offene Synchronisation für das Team erkennbar machen.
- Ersatzeinträge vor dem Ergänzen auf Doppelungen prüfen.